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Suizid durch subkutane Masseninjektion niedermolekularen Heparins

Suizid durch subkutane Masseninjektion niedermolekularen Heparins,10.1007/s00194-008-0584-x,Rechtsmedizin,Y. Schulz,K.-P. Larsch,J.-P. Weller,U. Gropp

Suizid durch subkutane Masseninjektion niedermolekularen Heparins  
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Zusammenfassung  Erstmals wird über einen Todesfall als Folge einer subkutanen Masseninjektion von Heparin in suizidaler Absicht berichtet. Eine 40-jährige Frau wurde bewusstlos in einem PKW vorgefunden, in den Abgase eingeleitet wurden. In der Fahrgastzelle befanden sich 62 entleerte Spritzen Clexane® 80 mg sowie Tablettenschachteln von Bromazanil®, Paracetamol und Doxepin. Die Bauchdecke der Frau wies zahlreiche Injektionsstellen auf. Die vermutete Enoxaparin-Natrium-Überdosierung wurde klinisch als prognostisch führend eingeschätzt und bestimmte den klinischen Verlauf bis zum Todeseintritt maßgeblich. Eine heparininduzierte Thrombozytopenie konnte ausgeschlossen werden. Die Patientin verstarb unter dem klinischen Bild eines progredienten Multiorganversagens mit finaler respiratorischer Insuffizienz infolge disseminierter intravasaler Gerinnung. Ein postmortaler laborchemischer Nachweis der Heparinüberdosierung war nicht möglich. Im Hinblick auf die Rarität vorsätzlicher, selbst applizierter Heparinüberdosierungen wird der gegenständliche Fall unter besonderer Berücksichtigung des klinischen Krankheitsverlaufs vorgestellt.
Journal: Rechtsmedizin , vol. 19, no. 2, pp. 95-101, 2009
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